Vinhos / Rezension

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Wir testen das Spiel „Vinhos“ von Vital Lacerda (What’s Your Game?/HUCH! & friends) und erklären die Regeln sowie die Spielanleitung.

Kurzbeschreibung

Als portugiesische Winzer ringen die Spieler darum, die erfolgreichsten Weinerzeuger zu werden. Der richtige Weinberg will gekauft, kundige Winzer angeheuert und der Fässer-Vorrat im Auge behalten werden. Natürlich spielt auch das Wetter eine wichtige Rolle beim Versuch, den perfekten Tropfen zu erzeugen.

Auf einen Blick

20 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Markus

    Auf jedem Fall auch ein tolles Ding für Leute, die in den 90ern „Winzer“ auf dem Amiga gespielt haben 🙂

  2. Markus

    Wir überlegen oft nach Spielen ob es gute Eröffnungen gibt und wie die Mitspieler kontern können. Bei Vinhos fanden wir es hypothetisch für den vierten Spieler schon im ersten Zug schwierig sich gut zu plazieren. Kann natürlich sein, daß sich das in weiteren Zügen ausgleicht.

  3. Hans Huehnchen

    @ Markus:

    Ich denke, dass Vinhos zu viert deutlich schwieriger zu spielen ist als zu zweit oder dritt. Allein dass bis zu 4 Aktionsfelder besetzt sein können und ich dann Steuern an die Bank und meine Mitspieler entrichten muss, bringt noch eine Überlegung mehr ins Spiel. Außerdem wird es bei vier Spielern wichtiger, mir einen vernünftigen Platz in der Zugreihenfolge zu sichern und ich muss besser mit meinem Geld haushalten.

    Dass das Geld knapp ist stimmt schon, allerdings habe ich de Eindruck, dass bei zwei Spielern die Aktions Bargeld in Siegpunkte umzuwandeln doch sehr stark ist. Wenn ich wirklich darauf hin spiele, viel Bargeld zu besitzen und für je 1000 Bagos einen Siegpunkt bekomme, ist das schon ein harter Schlag für den Mitspieler. bei 4 Spielern ist aus o.g. Gründen das Bargeld knapper und die Aktion weniger stark.

  4. Matthias

    Danke für die guten Erläuterungen zur Komplexität, Markus und Hans!
    Da check ich erst mal mit meiner Spielrunde, ob ich Mitspieler finde…

  5. Hans Huehnchen

    Klasse Rezension eines wirklich komplexen Spieles. Ich habe lange gezögert es zu kaufen, bin am Ende aber froh, es in meiner Spielesammlung aufgenommen zu haben, weil es eigentlich nicht so schwer zu spielen, aber einfach schwer zu erklären ist.

    Zum Komplexitätslevel möchte ich gerne meinen Senf dazugeben: 8 der 9 möglichen Aktionen in diesem Spiel sind eigentlich ganz einfach , allein die Pressemitteilung und die Weinaustellung am Ende der Jahre 3,5 und 6 sind etwas schwieriger zu verstehen. Was das Spiel wirklich komplex macht ist neben der hohen Anzahl an Aktionsmöglichkeiten auch die starke Verzahnung der Mechanismen.

    Bei einem Le Havre habe ich 3 Aktionsmöglichkeiten – Rohstoffe nehmen oder Gebaüdefunktion nutzen, Gebäude bauen. Die Komplexität von Le Havre liegt darin, dass ich mit den Gebäuden lange Produktionsketten aufbauen kann. Außerdem entwickelt sich Le HAvre langsam auf dem Spielplan und man lernt mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr Aktionen kennen. Ähnlich verhält es sich bei Agricola.

    Das ist bei Vinhos anders. hier wird man dierekt ins Haifischbecken geschmissen und man muss zusehen, dass man zurechtkommt, was den Spieleinstieg nicht einfach macht. Aber Vinhos ist am Ende so gut, dass sich die mühe wirklich lohnt.

    Am Ende einer Partie Vinhos hat man das gleiche Gefühl wie bei einem Troyes auch. Man sitzt erschöpft am Tisch, man meint mehr gearbeitet als gespielt zu haben, trotzdem ist man irgendwie glücklich.

  6. Basti

    So hätte ich es auch gesagt, Ora et Labora hat eine andere Komplexität. Dennoch finde ich Ora et Labora noch etwas leichter,denn Ora et labora ist ein Spiel der vielen Möglichkeiten, man kann stesrt viele güte Züge machen. Vinhos dagegegn ist ein typisches Mangelspiel und bestraft Fehler deutlich härter, denn man hat ja im Gegensatz zu OeL nur ein paar Aktionen fürs gesamte Spiel. Da heißt es tüfteln, grübeln optimieren.

  7. Markus

    So Ben, Du hast also Deine „11“ gefunden 🙂 ?
    Zeit für „Im Wandel der Zeiten“ (Hast Du diesen Vlaada eigentlich schon gespielt?) auf voller Regelausbaustufe und 1830 🙂 !

  8. Markus

    Wer den Arbeiterbereich mit „Zuwachs“, Produktion und Korruption bei „Im Wandel der Zeiten“ versteht, ist SEHR GUT vorbereitet auf Vinhos 😉

  9. Markus

    Komplex ist es insofern als daß der Autor jeden Teilaspekt, von denen es schon nicht wenige gibt (Produktion, Experten, Weinmschau,..) mit einigen Regeln versehen hat, bei denen es selbst für erfahrene Spieler nicht leicht ist, alle im ersten Spiel bei jeder Aktion parat zu haben und mit ihnen zu kalkulieren. Man weiß besonders bei seinem ersten Zug eigentlich überhaupt nicht was man tun sollte. Da multiplizieren sich förmlich Optionen mit Regeln und man legt schon wichtige Grundlagen für seien Zukunft. Ich hab schon viele Spiele vorbereitet und erklärt, und grade dieses Spiel kein eine schechte Erklärung für immer zerstören, da niemand mehr Lust darauf haben wird. Die „Basics“ spielen sich aber sehr eingänglich und einmal verstanden sind die Symbole sehr hilfreich und man entdeckt sie auch plötzlich überall als helfende Wegweiser. Ich hab schon einiges gespielt, wüßte aber nicht womit man es vergleichen könnte. Von der reinen „Mechanismenvielfalt“ vielleicht mit „die Werft“. Es hat halt ne „andere“ Komplexität als „Ora et Labora“, entspricht aber ungefähr der „Gewichtsklasse“. Ora leidet aber besonders unter der Übersichtlichkeit, in dem Punkt ist Vinhos vorbidllich, wer sehen will, der sieht…Man merkt schon, daß der Autor scheinbar viele viele gute Ideen alle in sein erstes Spiel packen wollte. Das tut dem Spiel an vielen Stellen auch sehr gut, da es 1. sehr frisch ist für Leute die dachten schon fast alles gesehen zu haben 2. man wirklich das Gefühl hat auf sehr unterschiedliche Weise spielen zu können 3. das Thema einerseits äußerst stimmig und glaubwürdig unmgesetzt ist, aber Nichtweinkenner genauso viel Reize entdecken können (haben es mit einem absoluten Antialkoholiker gespielt und bringen selbst an Fachwissen mit, daß es den in Rot und weiß gibt..). Es könnte auch um Kakao oder Kartoffeln gehen. Es gibt halt Anbauflächen, Experten, die ihn verbessern und Ausstellungen mit Preisen. Man kann/muß ihn zu Geld oder zu Punkten machen. Was glaube ich den Eindruck erweckt, hier etwas superkomplexes vor sich zu haben ist die Mischung, die vielleicht nicht ganz absichtlich entstanden ist: Zu der Regel- und Möglichkeitenvielfalt kommt noch eine recht erbarmungslose Härte des Spiels, es wird einem nichts geschenkt. Auf die hier erreichten Punkte kann man schon stolz sein. Geld ist ständig knapp, die Mitspieler stehen im Weg rum, es kann passieren daß einem das Wetter die Ernte versaut, man hat immer klar einen Zeitplan vor Augen… an ein zwei Stellen hätte das Spiel meiner Meinung nach etwas gnädiger sein dürfen, das ist aber auch mein einziger Kritikpunkt neben einer Befürchtung: Wir haben es bisher zu dritt gespielt, ich habe ein bißchen Angst vorm Spiel zu viert, grade was die Eröffnung angeht. Ich würde einfach sagen man sollte wissen worauf man sich hier einläßt und ob man und die Mitspieler das mögen. Ich mag es sehr gern (spiele gern Kohle/Brass, Ora…,1830, Automobile) Für anspruchsvolle Strategen ein Fest, aber kein Kindergeburtstag. Und was da teilweise für geniale frische Ideen drinstecken, dafür war es mir das Spiel schon wert. Allein schon das getrennte Bank-Konto (mit Zinsen) vom Bargeld… Eine höchst angehenehme und schön designte Anstrengung das ganze 🙂

  10. Braz

    Nachtrag:
    Ben: „…..ich finde es genial, wie die vielen Mechansimen so wunderbar zusammenspiel und gleichzeitig so ein köhärentes Ganzes ergeben“…….mehr gibt`s eigentlich nicht dazu zu sagen: Auch für mich ein top Spiel!

  11. Braz

    „Junge, du kannst nicht erklären. Lass sein, geh Zuhause“

    so…Pflichtprogramm erledigt 😉

    Tolles Video. Schön, dass ihr euch dem Top-Spiel nochmal angenommen habt. Ich liebe das Spiel: Es ist extrem thematisch, schönes Thema, sehr spannend……top!

  12. Klausi24

    Ja Vinhos,

    ein Spiel bei dem man im Netz oft Berichte findet, wonach mancher daran gescheitert ist.

    Ich finde das Spiel sehr interessant und kann es nur bestätigen – wenn man es einmal verstanden hat – ist es fast sehr einfach – aber erst muss man es mal verstanden haben.

    Ich habe mir wie immer eine eigene zusammengefasst Anleitung dafür verfasst die einen immer wieder leichten Einstieg ermöglicht.

  13. Matthias

    Danke für diese Rezension, da beginne ich mir zu überlegen, ob ich mir dieses Spiel zulegen möchte.
    Ihr sagt, es sei das komplexeste Spiel, das ihr kennt. Ist es von der Komplexität vergleichbar mit einem Ora & Labora? Le Havre oder Macht$piele kommen mir an komlexeren Spielen noch in den Sinn. Village scheint mir dagegen doch eine etwas seichtere Kost zu sein, wo ein Vergleich nicht weiter hilft.

    Lieber Gruss, Matthias

    PS: Ich habe mir das etwas einfachere Weinspiel, „Grand Cru“, zugelegt und es hat den Spielreiz schnell verloren. Mein Eindruck ist, dass es irgendwie noch unausgereift ist.

  14. Ben2

    Ich lasse mich gern beraten!

  15. Falcoron

    Doch doch – Produktionsspiele interessieren schon. Nur das Thema Wein (für ein Spiel) ist für mich nicht interessant genug.
    Jeder hat eben einen anderen Geschmack.

    okay über klaren Ton kann man sich jetzt auch streiten 😉
    Wobei ich da keine böse Kritik anbringen wollte – jedenfalls gibt es sicherlich günstrige Varianten an Mikros 300 EUR musst du nicht unbedingt zahlen

  16. Ben2

    Die Mikros die wir bräuchten (weil sie kompatibel zu unseren Cams sins) kosten pro Stück 300? – bis dahin muss das DolbySurround Raummikro herhalten. Ich muss aber sagen, dass mir der klare Ton eigentlich sehr gut gefällt – nur zu nah ran darf man halt nicht sonst übersteuert man leicht.

    Zu Vinhos – Wenn einem Wein oder generell Produktionsspiele nicht gefallen, dann ist das natürlich erstmal nichts – außer man lässt sich von seiner Genialität verzaubern (ja da trage ich dick auf – aber ich bin fasziniert)

  17. Falcoron

    Na dann möchte ich mal meinen Senf dazugeben.
    @Ben: Erstmal großes Lob für deine Ausdauer und ich habe mir etliche Videos angesehen. Muss aber auch ein wenig Kritik üben – wäre es nicht besser, sich noch richtige Mikrophone zu besorgen? Keine Ahnung mit was ihr da aufnehmt, aber dieses „Raummikro“ bringt es einfach nicht 😉 Probiert es mal mit einem „Krawattenmikrofon“
    (das Ding heißt nur so, weil man es wie eine Krawattennadel am Kleidungsstück ansteckt)
    Vielleicht ist der Ton dann um ein vielfaches besser?

    Zum Spiel selbst kann ich nicht viel daran erkennen, dass es Interesse weckt. Dafür ist mir das Thema Wein ein wenig zu banal 😉

    Grüße
    Falcoron

  18. Basti

    Naja, rezensieren ist einfach nur erklären schwer 😉

  19. Ben2

    Ich bin dann doch sehr zufrieden mit dem Ergebnis – aber meine Güte – Vinhos – das ist des Brettspiel-Rezensenten schlimmster Alptraum.

  20. schnabbo

    Junge, du kannst nicht erklären. Lass sein, geh Zuhause.

    So, nachdem das Pflichtprogramm erledigt ist:
    Gutes Spiel, aber sehr komplex. Und dafür hast du es wirklich gut gemacht. Und als echter Pälzer Bubb ist das eh ein Thema für mich =)

    Kann es gerade nicht ganz fertig schauen, aber das hole ich nach. Aber das Spiel kommt wohl noch auf meine (dank euch immer länger werdende) Wunschliste.

    Gruß Andreas

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