Archipelago / Rezension

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Wir testen das Spiel „Archipelago“ von Christophe Boelinger (Ludically/Asmodee) und erklären die Regeln sowie die Spielanleitung.

Kurzbeschreibung

Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines Entdeckers, der von einer europäischen Nation beauftragt wurde, mit einem Expeditionsteam die unbekannten Gebiete der Neuen Welt zu entdecken, zu kolonisieren und zu bewirtschaften. Dabei handelt es sich um eine friedliche Mission. Die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung dürfen nicht außer Acht gelassen werden, denn sonst kommt es zur Rebellion. Doch muss die Kolonie auch Gewinn für den alten Kontinent erwirtschaften. Daher gilt es in dem Spiel „Archipelago“, die Balance zwischen Expansion und Humanismus und wirtschaftlichen Zielen und Respekt der lokalen Bevölkerung gegenüber zu finden. Dies kann nur gelingen, wenn sich alle Spieler dem Wohlergehen der Kolonie verschreiben. Wenn sich die Entdecker wie rücksichtslose Ausbeuter verhalten, beginnt die Bevölkerung des Archipels bald eine Revolution und das Chaos wird regieren.

Auf einen Blick

21 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Hikk

    Ich weiss nicht, ob das hier erlaubt ist. Aber ich habe über BGG gerade diesen Link gefunden, in dem Christoph Boelinger einiges zum Spiel sagt in Essen. Besonders wertvoll finde ich allerdings den Hinweis von ihm ganz am Schluss des Videos, wo er sagt, das Spiel sollte man step-by-step im Spiel erklären und nicht gerade alle Regeln und Möglichkeiten auf einmal. Darüber hinaus hat es mich auch sehr neugierig gemacht auf die Solo Expansion! 😀
    http://www.ustream.tv/recorded/26268087
    Auf BGG findet sich zudem eine gute Spielhilfe auf Deutsch (http://files.boardgamegeek.com/file/download/9x0qxbjrsb/archipelago_german.pdf? falls dieser Link hier auch mitgeteilt werden darf..) =)

  2. Hikk

    Bin gerade am Regelstudium und hatte eure Änderung betreffend des Bezahlens für die Benutzung eines Marktes oder Hafens im Kopf:
    Ich würde vorschlagen die Figur einfach auf den Kopf oder auf die Seite zu legen, dann weiss man auch, ah, dieser Bürger oder dieses Schiff darf sich nicht wegbewegen. Das Geld legt man weiterhin in die Mitte des „Spielbrettrades“. Das hat den Vorteil, dass man nicht das Geld bei allen Märkten, die irgendwo verstreut herumliegen einzusammeln braucht und nicht vorsichtig sein muss beim wegnehmen des Geldes auf den Archipelfeldern. Ist mir jetzt nur so als Idee in den Sinn gekommen =) (auch damit man die gedruckten Regeln nicht abändert, nur etwas ihnen hinzufügt :D)

  3. Knolzus

    Mal wieder hat mich Deine Rezension davon überzeugt, mir ein Spiel zuzulegen (ok, alle anderen Rezensionen brachten das gleiche zum Ausdruck , aber ich habe explizit noch auf die Spielama-Rezi gewartet…)
    Aber für mich entsteht gerade die Frage, ob ich nach Archipelago (die Betonung liegt übrigens auf dem E) noch Nieuw Amsterdam benötige; welches an sich das gleiche Thema nur etwas rudimentärer hat – bieten, bauen und verkaufen???
    Mal abgesehen davon, daß die Rezensionen für Nieuw Amsterdam nicht annähernd so gut ausfallen wie für Archipelago.

  4. Ben2

    Also ich finde, das eines der Hochpunkte des Spiels die Optik ist – wenngleich die Hütten eine spieltechnisch/optisch fragwürdige Entscheidung waren.

  5. Edvard

    Sagt mal, wie findet ihr denn das Artwork? Ich dachte mir bei der Vorstellung der einzelnen Märkte und besonders des Aktionsrads, dass das echt sch…ön aussieht.^^
    Dazu noch die Minihütten…

    Also optisch hat es mir im Video nicht sonderlich zugesagt.

  6. Ben2

    Kann dich gut nachvollziehen. Wir hatten uns auch zu diesem Punkt gefragt. Nach Recherche war ich mir sicher. Sonst hätte ich den Punkt im Video nicht sagen können. Man muss einfach wenn man ein Video dreht extra vorsichtig sein.

  7. Braz

    „In 99% aller Fälle sage ich nichts in meinen Erklärungen was ich nicht verifiziert habe.“

    Ich sag mal so: Ich würde mich auch zu den Vielspielern zählen, die schon länger ihrem Hobby frönen und bin daher mit Regelauslegungen mehr als vertraut, aber in diesem Fall war es mir nicht 100% eindeutig 😉

    Grund: Man darf nur am lokalen Markt verkaufen, wenn man Meeples auf seinem eigenen Markt platziert hat. Zudem darf man nur am Exportmarkt handeln, wenn man seine Meeples auf Häfen gestellt hat, ABER dass ich mit jedem Spieler handeln darf, auch wenn sich kein einziger Meeple dieses Spielers auf einem meiner Inseln befindet war mir doch etwas inhaltlich unschlüssig…aber nun gut…nun ist die Sache ja klar 😉

  8. Ben2

    Sherinford ist ja auch Christophes Regelguru… In 99% aller Fälle sage ich nichts in meinen Erklärungen was ich nicht verifiziert habe.

  9. Braz

    jup…ansch. habt ihr recht -> auf BGG spiele es die Leute auch so, wie ihr 😉

  10. Braz

    ja, aber in der Regel steht mE immer an der Stelle, an der man verhandeln darf, ein Verhandlungsssymbol….an anderen Stellen steht dies nicht….
    Bin mal gespannt..hab`s auf BGG gepostet!

  11. Ben2

    Das ist nicht richtig. Es heißt, dass wenn man dran ist, beliebig über alles verhandelt werden darf. (In Phase 5)

    Die Anleitung sagt:
    „Verhandlungen und Tauschgeschäfte unterliegen allerdings
    folgenden Einschränkungen:
    -Man kann nur während seines eigenen Zuges (Phase 5: Aktionen), während einer Krisenprävention oder bei der
    Bestimmung der Spielerreihenfolge verhandeln.
    -Man kann alles verkaufen, verschenken, tauschen und verleihen außer Aktionsscheiben und eigenen Einheiten.
    -Es ist strikt verboten die Bedingungen auf der eigenen Spielzielkarte freiwillig preiszugeben.“

    Du siehst – Free-for-all ist erlaubt und erwünscht. Ich hätte es auch lieber so wie du sagst.

  12. Braz

    „Auch die Möglichkeit zu Handeln ist sehr wichtig, denn hier spart man sich Geld und man kann evtl. öfter Handeln als man das im Hafen oder am Markt tun kann. Somit haben beide Spieler einen echten Vorteil wenn ein Handel zustande kommt.“

    Damit meinst du aber, dass man als Angebot neben den Florin auch Waren machen kann, oder?!
    Denn ein „reiner Handel“, nach dem Motto: „Bräuchte Stein, wer gibt mir welchen?“ ist so IMHO nicht erlaubt.

    Erlaubt sind ja „nur“ Verhandlungen bei:

    1) Spielerreihenfolge
    2) Abwendung einer Krise (man stellt Meeple des Gegners auf…)
    3) Phase 5 Aktionen (beim Bestechen des Stadteigentümers, wenn man Ressourcen abernten will)

  13. Markus

    Klingt gut 🙂

  14. Andreas B.

    Daumen hoch, Ben! Ich erkenne Archipelago sehr gut in deiner Rezi wieder.

  15. Basti

    Also vom Feeling her geht es deutlich in die Richtung „jeder gegen jeden“ und die Kooperation ist nur notgedrungen und lästig, wenn man seine Ziele möglichst zielstrebig erreichen will. Aber man wird irgendwie gezwungen und das ist cool.

  16. Markus Weber

    Danke für die Präzisierung. Als großer Fan des Autors war die durchgesickerte Vorabinfo dass es hier kooperativer zugehen soll etwas abschreckend für mich,stehe mehr aufs solide alle gegen alle. Rein nach der Renzension war das Gewicht der Kooperation für mich nicht klar erkennbar,sah alles „ganz normal“ aus,wie bei Imperial halt 😉 Insgesamt ist es jetzt interessanter für mich geworden,Danke.

  17. Ben2

    Ich hatte gehofft, dass es in der Erklärung rüber kommt aber Basti hat natürlich Recht hier: Die soziale Komponente ist hier so groß wie bei einem vollkooperativen Spiel aber der Vorteil eines jeden einzelnen dabei muss beachtet werden wie bei einem Bietspiel oder einem harten Eurospiel.

  18. Basti

    Egoismus ist spielerisch durchaus sinnvoll, denn man hat hier ein Mangelsspiel vorliegen in dem jede Investition durchdacht sein will und ein riesiges Opfer darstellt. Deshalb ist auch noch eine andere Komponente sehr wichtig in dem Spiel, die Ben ein wenig vernachlässigt hat, nämlich das Verhandeln und die Interaktion der Spieler auf der sozialen Ebene. Denn hat man einen egoistischen Mitspieler, kann man ihn schon bestrafen. Anders: Wenn ich den Unmut meiner Mitspieler auf mich ziehe, kann das meine Position in den Verhandlungen deutlich schwächen.

    Beispiel:
    „Ihr bietet mir beide 2 Florin für den zweiten Platz in der Spielreihenfolge? Na dann nehm ich mal den Basti, weil der Ben vorhin so egoistisch war und uns in der Krise hat sitzen lassen.“

    Auch die Möglichkeit zu Handeln ist sehr wichtig, denn hier spart man sich Geld und man kann evtl. öfter Handeln als man das im Hafen oder am Markt tun kann. Somit haben beide Spieler einen echten Vorteil wenn ein Handel zustande kommt.

  19. Twyker

    @Markus:
    Jeder gewinnt hier für sich allein (da geheime Ziele) und es wird versucht Punkte zu machen – ganz normal. Spielt jedoch jeder zu egoistisch und ehrgeizig, kann es sein, dass die Bewohner der Insel rebellieren und so alle Spieler das Spiel verlieren (bis auf einen Spieler eventuell, wenn dieser das geheime Ziel hatte, dass dies passieren soll).

  20. Markus

    Wieso ist das Spiel im Gegensatz zu anderen Spielen „semi-kooperativ“? Sind damit die „Bestechungsmöglichkeiten“ gemeint?

  21. Braz

    Ich muss wirklich sagen, dass Archipelago (auch bei mir im zweiten Anlauf!!) von 0 in meine top 10 meiner Lieblingsspiele geschossen. Ich finde das Spiel genial, da es sehr variable ist: Unterschiedliche Spielziele, unterschiedliche Plättchen in der Auslage, ist ein Verräter am Tisch oder nicht, verschiedene Varianten usw. usw…der Spielspaß ist wirklich enorm: Für mich 10 von 10 Punkte! Ich gebe euch aber recht: Man muss wirklich erstmal in das Spiel reinfinden, aber hat man dies erstmal gemacht, dann wird man mE mit einem riesen Spiel belohnt.
    Ganz anderer Meinung bin ich allerdings mit den „seltsamen Abläufen“ die das Spiel engeblich nicht hat….da finde ich, dass die ein oder andere Aktion (z.B. Konvoy und Schiffsplatzierung…das ist schon etwas gewöhnungsbedürftig…auch finde ich die ein oder andere Karte nicht ganz eindeutig (z.B. Falscher Prophet, denn gehe ich nach der Karte, dann dürfte ich jeden Meeple bewegen und nicht nur meine eigenen…))…dies aber nur als Beispiel und soll keineswegs davon ablenken, dass das Spiel ein serh sehr gutes Spiel ist und für mich ein Highlight des SPieljahrganges 2012 darstellt….hammer!

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