Russian Railroads / Rezension

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Wir testen und erklären das Brettspiel „Russian Railroads“ (RRR) von Helmut Ohley und Leonhard Orgler (Hans im Glück/Schmidt Spiele).

Kurzbeschreibung

Thematisch begeben wir uns bei dem Spiel „Russian Railroads“ ins späte Zarenreich und bauen unsere Eisenbahnstrecken durch Transsibirien, nach Sankt Petersburg oder nach Kiew. Gleichzeitig wollen die Industrialisierung vorangetrieben werden, und die Fähigkeiten der berüchtigten Ingenieure geschult werden. „Russian Railraods ist ein Arbeiter-Einsetz-Spiel (Worker-Placement-Spiel). Es eignet sich für Kennerspieler.

28 Kommentare Kommentar schreiben

  1. Mecki

    Geschmäcker sind Gott sei Dank verschieden. Ich habe aber den Eindruck, dass mancher, der einen Klassiker heftig kritisiert, ihn nur ein oder zweimal gespielt hat, vielleicht in der falschen Gruppe. Ob das für eine fundierte Meinung reicht?

    Vielleicht interessiert euch, was sich bei uns in vier Jahren durchgesetzt hat: In unserer wöchentlichen Spielegruppe haben wir über 50 verschiedene Brettspiele gespielt. Was wird immer wieder gewünscht?

    Es führt ganz überlegen das alte Caylus mit 31 Partien, je besser wir es können, desto spannender wird es.

    Auf den Plätzen folgt Troyes mit 29 Spielen. Danach zwei nicht- Worker-Placement Spiele: Puerto Rico (20 Spiele) und Burgen von Burgund (19 Spiele).

    Aufsteiger des letzten Jahres war eindeutig T´zolkin und auch Lancaster und Hansa Teutonica wurden sehr gerne gespielt. Jetzt kommen wir bei Terra Mystica gerade auf den Geschmack (obwohl niemand die Fakire spielen will) und heute werden wir erstmals RRR probieren. Oh Pardon: RuRaRo

  2. Harry

    Hm okay überzeugt – ich schaus mir an 🙂

  3. Sascha36

    Nein du hast Recht , ein toller Kniff der dem Spiel eine nicht vorhersehbare Komponente gibt.

  4. Timo

    Troyes hat doch auch die verdeckten Charaktere mit dabei, oder irre ich mich?

  5. Sascha36

    Versuch troyes , um Längen besser als kingsburg und weitaus fordernder .

  6. Harry

    Hm schade, beides nicht so das was ich suche – und yedo ist mir einfach zu lang/für teile meiner spielgruppe im gegensatz zu lords of waterdeep zu komplex – der anderen hälfte der spielgruppe fehlt es leider zum wirklichen einstieg in lowd an den englisch kentnissen 🙁

    Dann weiter stone age und kingsburg…

  7. Timo

    Bei Keyflower kommt mit den Winterplättchen so ein Element mit rein.

    Oder bei Rokoko in ganz geringem Maße, wenn man seinem Kartendeck bestimmte Karten zum Schluss zufügt.

  8. Sascha36

    Ist kein WP aber mir hat Archipelago in dem Bereich sehr gut gefallen.

  9. Harry

    Wo wir gerade beim thema sind, ich suche ein ähnliches wp spiel wie lords of waterdeep – soll heissen: so etwas wie unberechenbare/unterschiedliche intrigenkarten, aufgaben oder ereignisskarten und vielleicht auch so etwas wie unterschiedliche siegbedingungen…(aber nicht yedo)

  10. Sascha36

    So viel ich weiß waren die die Key Spiele die ersten WP Spiele, Keythedral von Richard Breese .
    Was Caylus jetzt für einen Stand hat ist mir vollkommen egal, da ich es gerade verkauft habe weil ich es vollkommen dröge und langweilig fand.

  11. Mixo

    @Sascha: Ob du es willst oder nicht, Caylus ist eins der ersten Workerplacement Spiele überhaupt und mit Sicherheit DAS zu seiner Zeit erfolgreichste und für andere Workerplacement Spiele einflussreichste. Dann kann man schon mal von der Mutter der Workerplacementspiele reden. Nebenbei: „Mutter“ ist weder ein Superlativ (am muttersten?) noch gefällt mir Caylus – aber Ehre, wem Ehre gebührt, in diesem Fall Caylus, der Mutter der Workerplacement Spiele!

  12. Dalli

    Das dachte ich auch gerade. Seine Meinung mit so vielen Kraftausdrücken zu unterstreichen ist ziemlich unnötig.

  13. Der Siedler

    Genauso, wie niemand schlechten Ton braucht. Blödsinn, bescheuert, blöd – In zwei Zeilen? Das braucht doch echt keiner.

  14. Sascha36

    Caylus – die Mutter der komplexen Worker Placement Spiele . Was für ein Blödsinn, solche Superlativen sind einfach nur bescheuert. Ich fand Caylus immer blöde, trotzdem können es ja andere mögen und gut finden. Aber Superlativen braucht doch echt keiner.

  15. Jochen

    Ich möchte hier mal den Kommentar Nr. 5 von Basti hervorheben. Endlich mal jemand der nicht nur sagt „Es gibt besser Spiele“, sondern auch mal Ross und Reiter nennt. Sprich: Basti zählt Beispiele auf die er für besser, bzw. anders hält. Besonders gut gefällt mir, dass du Caylus erwähnst, die Mutter der komplexen Worker Placement Spiele.

    Mir gefällt RRR übrigens gut. Wenn es auch nicht gegen Bora Bora oder Hansa Teutonica ankommt.

  16. Christian

    @Dalli:“Das letzte was ich spielen durfte war Manhattan Project… für mich aufgrund das abgefahrenen Themas auch der letzte Knüller aus dieser Schublade.“

    Jepp!

  17. Dalli

    Puh… ich frage mich, wie diese Arbeiter-einsetz-Spiele es immmer noch schaffen zu faszinieren.

    Nach dem 20. mal „Siegpunkte“ hab ich abgeschalten.

    Das letzte was ich spielen durfte war Manhatten Project… für mich aufgrund das abgefahrenen Themas auch der letzte Knüller aus dieser Schublade.

  18. Timo

    Ich mag es nicht, wenn ein Spiel so weit ausbalanciert wird, dass es fast egal ist, was man macht und der Führende so weit gebremst wird, dass nicht mal unbedingt der beste Spieler gewinnt. Aber wenn dann spätestens ab der dritten Runde bei RuRaRo 😉 einer anfängt, deutlich davonzuziehen, ist es schwierig für andere, diesen Spieler aktiv einzubremsen.

    Nichtsdestoweniger für mich das größte WP-Spiel seit Lords of Waterdeep.

  19. Christian

    Nennt es nicht dauernd „RRR“, es gibt erstens schon ein Spiel dieses Namens und zweitens sind Abkürzungen für Spiele manchmal sehr verwirrend.

    Achja, gute Rezension, nicht mein Spiel. Verstehe nicht den Hype darum.

    Ciao

  20. Basti

    @ Timo: Stimmt, Ausgleichmechanismen fehlen. Aber das ist bei RRR auch schwierig, da man anders als bei Funkenschlag nicht eindeutig sagen kann, wer führt. Denn manche Strategien zünden einfach früher (z.B. Kiev), manche später, dafür umso heftiger.

  21. Timo

    Ich habe Russian Railroads einige Male gespielt und es gefällt mir einfach, ohne dass es fundamental Neues bietet. Im Gegensatz zu vielen anderen WP-Spielen fällt hier das Ressourcen-Management flach und alles ist wunderbar unverschnörkelt, die Aktionen werden ohne Umwege und direkt sichtbar auf dem Spielplan umgesetzt.
    Für mich die größte Schwäche des Spiels: Bei uns hat es des öfteren schon einen Runaway Leader gegeben. Wenn die Siegpunktmaschine erstmal angelaufen ist, gibt es für die Mitspieler wenig Möglichkeiten, sie aktiv zu stören, bzw. fehlen die Ausgleichsmechanismen wie z.B. bei einem Funkenschlag (allerdings fühlen sich bei Funkenschlag diese Mechanismen ein bisschen wie Spielen mit angezogener Handbremse an). Andererseits gewinnt so aber der, der am besten spielt.

  22. Basti

    @ Siedler:
    Nicht wenige, die das Video ansehen kennen das Spiel bereits und werden sich folglich kaum die Regelerklärung antun. Wir sehen ja auch an den Statistiken, dass viele das Video nicht komplett sondern nur ausschnittsweise ansehen. Gerade deshalb versuchen wir ja auch Regel und Bewertung (also Fazit) strikt zu trennen, damit niemand etwas verpasst, wenn er die Regeln auslassen möchte.

    LG Basti

  23. Basti

    Achtung! Ich spreche für mich und nicht zwangsläufig für Sebastian, obwohl ich das Fazit als wirklich gelungen finde und ich ihm fast voll ständig zustimmen kann.

    RRR ist ohne Frage ein echt gutes und herausragendes Spiel im Bereich des Worker-Placements. Dennoch finde ich es in der Tat etwas überbewertet, denn es entstand ein extremer „Hype“ um das Spiel, der meiner Meinung nach nicht ganz gerechtfertigt ist.

    der Reiz an RRR sind:
    – die echt kurze Spieldauer bei dem Tiefgang den es bietet.
    – viele Wege zum Sieg, die alle funktionieren, je nachdem wie die Mitspieler reagieren.
    – Hoher Wiederspielreiz, da man unbedingt alles mögliche ausprobieren möchte und das am besten mehrmals, da es je nach Reaktion der Mitspieler einmal klappen kann und einmal nicht. Sprich, es ist nicht rein strategisch sondern man muss auch taktisch gut auf neue Situationen reagieren.
    – gute Zugänglichkeit für Erstspieler.

    Dennoch gibt es in diesem Genre meines Erachtens ne Menge Spiele die genauso gut sind (z.B. Belfort, Agricola, Caylus, Tzolkin, Lancaster, Groundfloor, ). Meist sind diese jedoch länger (Spielzeit) und schwieriger zu erlernen, oder haben eben nicht den Tiefgang oder die Planbarkeit die ein RRR bietet(z.B. Lords of Waterdeep, Stone Age, Egizia).

    Einen sehr starken Konkurrenten hat RRR im 2013er Jahrgang in „Spyrium“ (Ystari Games). Ebenfalls schnell gespielt, viele Wege zum Sieg, leicht zu erlernen und ziemlich hoher Wiederspielreiz. Wurde aber eben nicht so „gehypt“.

    Noch zwei kleine Kritikpunkte an RRR:
    1. Zu viert und evtl. auch zu dritt hat eine Strategie scheinbar einen Vorteil vor den anderen und man muss als Mitspieler wirklich gegen diese Strategie vorgehen, damit sie nicht übermächtig ist. Aber das ist ja eigentlich auch eine der Heraussforderungen bei RRR: Lässt man einen Spieler machen was er will, wird er wahrscheinlich gewinnen, da er eine Extremstrategie fahren kann.

    2. Das Thema gefällt nicht jedem und ist aufgesetzt. Es ist eine eher eine abstrakte Siegpunktmaschine (macht mir persönlich aber nichts aus).

    Soweit von mir.

    LG Basti

  24. Der Siedler

    Kurz vorweg: Wer sich die Regel nicht anhören möchte, dem sei das ja freigestellt. Da ist es nun wirklich auch ein netter Service von euch, direkt einen Link anzubieten. Aber in jedem Video mit einem Pling darauf hinzuweisen, halte ich für kontraproduktiv. Ihr dreht das Video ja schließlich, damit es gesehen wird und nicht, damit es übersprungen wird 😀

  25. Sebastian

    @Markus: Was meinst Du mit „ob die Spieler-Euphorie ein Fundament hat“? Und was meinst Du mit dem Satz: „Ich erkenne ein solches [Fundament wahrscheinlich, oder?] nämlich nicht anhand der bisherigen Besprechungen von Seiten der üblichen ,professionellen‘ Rezensenten.“

    Hier einige ausgewählte Bewertungen von Rezensenten: Udo Bartsch hält das Spiel für „außerordentlich“, http://rezensionen-fuer-millionen.blogspot.de/2013/11/russian-railroads.html . Kathrin Nos endet ihre Rezension mit „[…] mein Spielerherz brennt lichterloh vor Begierde auf weitere Partien.“ Christian Klein schreibt in der Spielbox: „[…] Trotz harter Konkurrenz in dieser Sparte ist Russian Railroads sicher der Klassenbeste der Worker-placement-Spiele der letzten Zeit“. Die Spielbox-Rezensenten bewerten das Spiel im Schnitt mit 9.08 von 10 Punkten. Und Jury-Mitglied Karsten Grosser schreibt in der Osnabrücker Zeitung: „[…] Eine der besten Neuheiten des Jahres überzeugt zudem mit einer ausgezeichneten Regel. […], http://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/437170/spieletipps-fur-strategie-und-taktikfans .

  26. AL

    Hey Basti,

    was ist denn mit deinen Haaren passiert?
    Ausversehen in die Steckdose gefasst? 🙂

    Gruß
    AL

  27. Markus Bach

    Eine schön sachliche Darstellung des Spieles, und dein Fazit ist ja, daß es gut ist und für Freunde dieses Genres empfehlenswert. Meinst du darüber hinaus, daß die Spieler-Euphorie, der man teilweise im Zusammenhang mit Russian Railroads begegnet, ein Fundament hat? Ich erkenne ein solches nämlich nicht anhand der bisherigen Besprechungen von Seiten der üblichen „professionellen“ Rezensenten.

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