Eclipse / Rezension

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Wir rezensieren das Spiel „Eclipse“ von Touko Tahkokallio (Lautapelit.fi/Asmodee) und erklären die Regeln sowie die Spielanleitung. Mehr Informationen zu dem Spiel findet ihr unter http://gesellschaftsspiele.spielen.de/alle-brettspiele/eclipse und in der Videobeschreibung.

Unseren Test zur Eclipse-App findet Ihr unter https://www.youtube.com/watch?v=vET3D73ijRg.

Kurzbeschreibung

Werde zum Anführer einer großen interstellaren Zivilisation. Entdecke neue Sektoren im Weltraum und finde dort andere Spezies. Versuche mit ihnen ein Auskommen auf diplomatischer Ebene zu erreichen oder stelle dich ihnen im Kampf. Dazu musst du erst deine eigene Spezies bereit machen. Entdecke neue Technologien, die dir Vorteile für den Bau deiner Flotte bringen. Denn nur, wenn du die Schwächen deiner Spezies geschickt zu deinem Vorteil nutzen kannst, wirst du es schaffen dich deinen Gegnern im Kampf erfolgreich zu stellen.

Für dieses Video stand uns ein Rezensionsexemplar zur Verfügung.

32 Kommentare Kommentar schreiben

  1. BKone

    Ich hätte auch noch einige Hausregeln:

    – Rückzug:
    Rückzug ist auch auf Felder OHNE Einflussmarker möglich. Es dürfen aber weiterhin keine gegnerischen Schiffe dort sein. (Ist mit der Diplomatie-Hausregel kombinierbar; siehe unten)

    – Zerstörte Bevölkerungsmarker:
    Werden SOFORT auf die jeweilige Leiste zurückgelegt. Die ZErstörung der Bevölkerung hat also sofort Einfluss auf die Resourcen-Produktion. (Macht ja auch irgendwie keinen Sinn, dass erst noch normal weiterproduziert wird, obwohl die Arbeiter schon tot sind). So kann man auch starke Gegner in schwach bewachten Gebieten schaden.

    – Offene Technologien:
    Es werden sofort alle Technologien offen ausgelegt (also ohne zufälliges Ziehen aus dem Beutel). Wieso es dieses Zufallselement gibt ist ohnehin fraglich. Das Erforschen hat ja nichts mit Zufall, sondern mit Wissen zu tun.

    – Ansehensplättchen:
    Statt nach einem Kampf Ansehensplättchen zufällig zu ziehen, bekommt man die statt den zu ziehenden Plättchen die entsprechende Anzahl an Siegpunkten. Man nimmt sich dann ein/mehrere Ansehensplättchen mit der entsprechenden Zahl. Das verlagert das Spiel allerdings in Richtung Kämpfen.

    – Schadensmarker:
    Schadensmarker werden am Ende der Runde nicht automatisch entfernt, sondern müssen pro Schadensmarker mit einem Rohstoff entfernt werden. Nicht entfernte Schadensmarker können so auch über mehrere Runden bestehen bleiben. Dadurch wird die Rohstoffproduktion wichtiger. Außerdem haben es militärisch starke Spieler nicht mehr so einfach.

    – Kolonieschiffe:
    Werden am Rundenende nicht mehr automatisch aktiviert, sondern müssen immer wieder durch die Aktion „Einfluss“ aktiviert werden.

    ALTERNATIVE: Kolonieschiffe müssen durch einen Rohstoff „gebaut“ werden (Aktion „Bauen“), um auf die aktive Seite gedreht zu werden.

    ALTERNATIVE: Kolonieschiffe müssen durch ein Geld „gebaut“ werden (am Rundenende), um auf die aktive Seite gedreht zu werden.

    – Diplomatie:
    Man darf mehrfach mit der gleichen Fraktion Botschaftermarker austauschen. Dadurch entstehen folgende Möglichkeiten:

    1 Marker: man darf mit dem entsprechenden Spieler handeln (Geld, Rohstoffe, Wissenschaft (steht hier für den Austausch von Wissen)

    2 Marker: Nichtangriffspakt. Man darf seine Schiffe durch besetzte Gebiete des entsprechenden Spielers ziehen. Man darf dementsprechend auch in ein Gebiet ziehen in dem sich zum einen ein feindlicher Mitspieler und ein befreundeter mitspieler befinden und sich aus dem Kampf heraushalten. Dann kämpft nur der befreundete Spieler gegen den feindlichen. Man muss also nicht gegen den befreundeten Spieler und dieser mit dem Rest seiner Flotte dgegen den feindlichen Spieler kämpfen.

    3 Marker: Allianz. Man darf miteinander kämpfen. Die Schiffe zählen dadurch bei einem Kampf wie die Schiffe ein und der selben Fraktion / ein und des selben Spielers.

    Man darf auch diese Veträge brechen. Z.B. darf man einen Nichtangriffspakt aufkündigen und den ensprechenden Spieler wieder angreifen. Dann bekommt man wie bisher die Verräterkarte und für jeden Botschaftermarker (1, 2 oder 3) ein Ansehensplättchen mit dem Wert „1“ auf die Verräterkarte. Diese zählen als Minuspunkte.

    Wird die Verräterkarte weitergereicht bleiben die Ansehensplättchen aber dennoch als Minuspunkte liegen (dann zur Unterscheidung separat hinlegen). Dass man jemanden Verraten hat, sollte sich immer bemerkbar machen, egal wann es war. Statt den Ansehensplättchen kann man die Minuspunkte auch notieren.

    ALTERANTIVE: Um das Aufkündigen der Verträge etwas zu entschärfen, kann man auch festlegen, dass dies nur z.B. am Rundenende geschehen darf. So kann der „verratene“ Spieler noch reagieren und ggf. Schiffe zur Verteidigung bauen.

    Dadurch werden die Interaktion und die diplomatischen Möglichkeiten erhöht.

    – Sektorfelder sortieren:
    Durch das zufällige Ziehen der Sektorfelder beim Erkunden, kann man das Pech haben oft Felder mit Ältestensymbolen zu ziehen. Das wird zwar durch die Möglichkeit des Abwerfens (wenn einem ein Feld nicht gefällt) gemindert, aber dennoch kann es häufig vorkommen.
    Will man das umgehen, kann man die Sektorfelder mit den Ältestensymbolen entweder ganz aussortieren (was aber schwer wird, da es gerade beim Inneren und Mittleren Ring wenige verfügbare Felder gibt) oder im verdeckten Stapel „nach unten“ sortieren. Somit hat man am Anfang seine Ruhe und kann seine Schiffe erst einmal etwas verstärken, bevor man auf die Ältesten trifft.

    – Ältesten schwächen:
    Die Ältestenschiffe halten einen nicht automatisch fest und man muss auch nicht gegen sie kämpfen, wenn man nicht will. Man MUSS allerdings gegen sie kämpfen bevor man den Sektor besiedeln und nutzen kann (Einflussmarker + Bevölkerungsmarker).

    Zur Einbettung dieser Regel in die Geschichte:
    Die Ältestenschiffe treiben scheinbar tot, leblos und funktionsunfähig in den Weiten des Weltraums. Der Versuch sie zu betreten lässt sie aber wie aus dem Nichts zum Leben erwachen und Störenfried aggressiv bekämpfen. Auch scheinen die Schiffe eine Art Wächter der Planatensysteme zu sein in denen sie schweben. Ein Versuch die Planeten zu besiedeln führt zu einem Angriff durch die Ältestenschiffe. Versuchen sie etwa verborgene Geheimnisse der Ältesten zu beschützen?

    ———————————————–

    @Markus Bach:
    Hausregel Nr.1: Msste das nicht „downside-up“ heißen? Die Sektorfelderstapel liegen ja schon verdeckt (also mit der Rückseite nach unten –> „upside-down“)

    Hausregel Nr.2 finde ich persönlich nicht so gut. Was man auf einem alten Schiff der Ältesten findet, sollte zufällig und eine Überraschung sein. Somit stellt es immer ein Risiko dar und muss sorgfältig abgewogen werden. Man muss ja nicht angreifen, verpasst dann aber vielleicht auch eine seltene Technologie zu finden.

    Hausregel Nr.3 verstehe ich nicht ganz. Es bleibt doch trotzdem Zufall welche Ansehensplättchen gezogen werden. Besser wäre es da, dass der Gewinner immer eine bestimmte Anzahl an Punkte bekommt.

    Hausregel Nr.4: Die find ich gut so. Hab ich mir ja genauso überlegt 😉

    Hausregel Nr.5 verstehe ich gar nicht. Kannst du das mal erklären? Danke.

  2. Markus Bach

    Braz/Berndt: Ich vermute, ihr werdet mit den Hausregeln zufrieden sein, besonders dann, wenn euch bisher zuviel Glück im Spiel war. Wir spielen Ecplipse nicht mehr ohne Hausregeln. „Never ever“, wie man knapp sagen kann.
    🙂

    Braz: Space Empires 4X war für mich eine große Überraschung, denn es steht mit all seiner Geheimnistuerei und der stillen Buchhaltung in der schönen Tradition des altehrwürdigen Stellar Conquest, des wunderbaren Großvaters der 4X-Spiele. Ich hatte nicht erwartet, in der heutigen Zeit der allgemeinen Vereinfachungen und Plastikbomberspielchen noch mal ein solches Spiel in die Hände zu bekommen. Daher freue ich mich auch auf die Erweiterung. Space Empires 4X und Stellar Conquest sind für mich sozusagen die 4X-Spiele für anspruchsvolle Spieler und Kosimfreunde. Eclipse mit Hausregeln hat sich nun aber auch in dieser Nische etabliert.

    An die SpieLamas: Ich möchte euch an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen, denn mir ist schon häufiger aufgefallen, daß ihr mit sachlicher Kritik stets ruhig, aufgeschlossen und zivilisiert umgeht. Das ist eine Seltenheit im typischen Hetzermecker-Internet unserer Tage. So bleibt ihr auch für kritischere Zeitgenossen unter den Vielspielern ein regelmäßiger Anlaufpunkt im Netz.

  3. Berndt

    Ich habe Eclipse bisher nur einmal gespielt. Wo wir vier uns alle sofort einig waren, war der sehr hohe Gkücksanteil. Ich selbst war darüber einigermaßen erstaunt, weil dieser Aspekt im Video hier kaum rüberkam.

    Auch ein Danke von mir an Markus für die Hausregeln!

  4. Braz

    Hi Markus,

    Space Empires 4ex steht bei mir leider noch ungespielt im Regal 🙁
    Da gibt`s ja auch demnächst schon wieder eine Erweiterung….
    Ich werde es hoffentlich bald in Angriff mal nehmen

  5. Markus Bach

    Gern geschehen. 🙂
    Wir lassen die Entdeckungsplättchen übrigens verdeckt, weil sie alle gut sind und es dann spannender ist. Die Trennung zwischen Ressourcen und Ältestentech nehmen wir aber auch vor.
    Wenn dir 4X-Spiele gefallen, dann schau dir auch mal Space Empires:4X an, einen Klassiker im modernen Gewand.

  6. Braz

    vielen Dank! Werde ich mal antesten, denn Eclipse gefällt mir ausgesprochen gut.

  7. Markus Bach

    Diese hier in Gänze, modifiziert oder je nach Anspruch:

    Having played with house rules numerous times, stock rules feel more and more terrible. I probably won’t agree to play stock eclipse ever again.
    I’ve been watching the game evolve and managed to get glimpses of it while it was still under playtesting. I felt I have to get to try it, it looked so good. Now I own my copy, just played it for the first time and how do I feel? Well, its a mixed bag. I found a lot of very nice mechanics, a lot of interaction, and a nice balance between actions and option the players have. I also found lots of luck involved, with a bit more luck and a little more luck.
    The dice rolling is obvious. Its hard to feel good when your opponent luckbags 1 out of 36 shot with one try against your 1 out of 3 with two tries. There is no good fix for this, so I grudgingly have to accept it. The hex drawing is another thing. Getting only ancient tiles at the beginning is huge disadvantage, and having to discard explored tiles even more so. Finding ancient treasures is also purely luck, and they are not in balance. Pulling the reputation tiles from the bag is also totally random. By sacrificing one interceptor, a player might earn 4 VP where the winner gets just 1 VP. Drawing the tech tiles from the bag to table is also completely random.

    We have now played several games with the following house rules, and the game works IMO much better:

    1) Each hex stack is turned upside-down. This lets every player know where they are exploring to. This basically kills the luck factor in hex drawing.

    2) Instead of placing discovery tiles face down, place discovery tiles face up. This reduces unnecessary randomness and lets you plan how large risks and / or sacrifices you should be willing to take to get the tile.
    Also the ancient tech tiles are way OP. Either remove them, or make the following arrangement: Put all discovery tiles face up on the table, and use them normally on discovery hexes. When a player is awarded a discovery tile, he may take tile of his choosing for the discovery tile stack instead of having to take the tile on the hex with the following restrictions: If the hex had one or less ancient ships, the player may take any discovery tile but technology. If the hex had two ancient ships or more, he may choose any discovery tile.
    We have decided to rather play without the tech tiles.

    3) Instead of drawing reputation tiles from the bag, put 5 reputation tiles face down on the table. After each combat, the combatant who gets to draw most tiles („the winner“) draws his from these 5, chooses one and returns the rest which are then shuffled. Then the rest combatants draw theirs in the same „most-order“ manner. When everyone has drawn his tile, the tiles are restocked face down to 5. This greatly reduces the randomness in combat victory points, and rewards the winners of large battles.

    4) Instead of randomly drawing the tech tiles from the bag, just make them all available at the start of the game (and ban hydran race), or make X/2 of each tile rounded up available at the start of the game, where X is the number of players (and still ban hydrans).

    5) Ships need to have a VP value at the end of the game. Perhaps small, but anything that prevents the optimal strategy for the last round: Get into as many combats as possible with all of your ships, to draw as many reputation tiles as possible, and usually decide who wins the game. Starbases and interceptors ? VP, cruisers 1 VP, and battleships 1? VP, count ship VP’s together, and round up.

    Ich stimme Jukka in jeder Hinsicht zu: Das Spiel wird sehr viel strategischer und planbarer, die Siegpunktpole rücken deutlich näher zueinander. Das Gefühl reift, es mit einem richtigen 4X-Spiel zu tun zu haben.

  8. Braz

    welche Hausregel meinst du?

  9. Markus Bach

    Ok, das erklärt einiges; ich wußte nicht, daß der Rezensent ein Gast ist. Ansonsten ist die „kritische Tiefe“ wohl in der Tat abhängig vom Rezensenten. Eclipse wird übrigens durch die Hausregeln eines der finnischen Spieletester wirklich zu dem Knaller, wie er oben vorgestellt wird.

  10. Ben2

    hallo markus!

    Du musst hier etwas differenzieren. Die Rezension ist von einem Gastrezensenten, der nur einige Rezensionen hier gemacht hat. Wir achten natürlich darauf, dass das Endergebnis einige wichtige Qualitätsmerkmale hat, die „uns“ wichtig sind – aber bei uns herrscht Freiheit. Wir sprechen nicht gegen eine Rezensenten und seinem Fazit.

    Das unsere Rezensionen nicht kritisch genug sind – das hören wir aber zum ersten Mal, eher das Gegenteil wird uns manchmal vorgeworfen. Wir rühmen uns ebenso damit, dass unsere Spiele ordentlich getestet sind. Stets mit allen Spielerzahlen und gerne auch zweistellig. Das ist nicht gang und gebe bei anderen Seiten! Ich muss mich dieser Beschuldigung also schon erwehren.

    Ob dies bei der Rezension von Eclipse der Fall war, die von einem Gastrezensenten getätigt wurde – das kann ich natürlich nicht überprüfen. Bei Basti und mir kann man sich aber einer kritischen Auseinandersetzung gewiss sein.

  11. Markus Bach

    Hm, wieder einmal finde ich, daß ihr sehr euphorisch über ein Spiel sprecht und seine zahlreichen Nachteile entweder nicht erkannt oder nicht beachtet habt (oder nicht wichtig findet?). Wir haben Eclipse mittlerweile oft genug mit jeder Spieleranzahl gespielt und beurteilen es etwas anders.

    Die enorme Glückslastigkeit kommt in eurer Rezi überhaupt nicht heraus, dabei ist gerade sie es, die das Spiel zu häufig aus der Balance wirft. Man braucht Glück beim Sektorenziehen, bei den Technologien (und damit auch in der Spielereihenfolge in der entsprechenden Runde) und vor allem beim Kämpfen. Je mehr Spieler mitspielen, desto schwerwiegender ist dieser Aspekt.

    Wer schlechte Sektoren bekommt, gerät nicht nur schnell ins Hintertreffen, sondern kommt da auch extrem schwer wieder heraus. Wer gute Sektoren zieht, kann sich schnell eine beachtliche Machtbasis ausbauen und hat in allen Belangen schnell die Nase vorn.

    Dazu kommt auch, daß wirtschaflich starke bzw. vom Glück begünstigte Spieler fast nach Belieben die guten Techniken kaufen können, andere Spieler aber in die Röhre gucken. So ziehen die Starken/Glückpilze mit Zusatzaktionen und besseren Schiffen davon, während die anderen Spieler noch bemüht sind, irgendwie ihre Aktionen bezahlen zu können. Deren Spiel wird schnell zu einem Nullsummengeschwurbsel. Daß schwächere Spieler oftmals Startspieler sind, ist nicht wichtig, weil sie i.d.R. zu „arm“ sind, um sich mächtige Techniken und zusätzlich die entsprechenden Schiffe kaufen zu können.

    Das Schiffsdesign ist in diesem Bezug auch nicht „total individuell“, sondern nur nach einem klaren Schema sinnvoll. Dazu gehören dicke Maschinen, noch dickere Waffen, bessere Computer und bessere Ini. Starke Schiffe, die schnell schießen, knallen alles ab, was da an Gegnern so vor sich hinfleucht. Die Kämpfe, die ihr als „sehr gelungen und griffig“ bezeichnet, enden zumeist im Totalausfall einer ganzen Flotte – das geht dann aber, zugegeben, so schnell, wie ihr das beschreibt. Flucht mit Freischuß des Gegners ist dann auch keine Option mehr. Nach ein bis drei Runden liegt die militärische Macht des Spielers, der schwächer ist oder bei gleichstarken Flotten mehr Würfelpech hat, schnell mal am Boden. Er kann sich aber keine neue Flotte so schnell bauen und wird von den anderen Spielern danach gern überrannt.

    Völlig absurd ist in dieser Hinsicht das Siegpunktesystem, weil es unverhältnismäßig ist. Euch gefällt angeblich „außerordentlich gut“, daß ein starker Spieler durch seine Kämpfe ganz geheim locker 14-15 Siegpunkte horten kann, ohne daß davon jemand weiß, wohingegen die anderen Spieler mit ihren lächerlichen Botschaftern, Technologien und Sektoren um jeden einzelnen Siegpunkt ringen. Lediglich die Monolithen bringen noch viele Punkte, sind aber, da sie an Sektoren gebunden sind, nicht sicher gegen Invasoren. Außerdem sind sie sehr teuer zu erwerben. Wir hatten in unseren Spielen regelmäßig eine große Differenz zwischen den einzelnen Spielern, wobei die Vielkämpfer stets die Spitze bildeten, die „Pechvögel“ mit schlechen Sektoren und/oder Ressourcen den Bodensatz.

    Durch diese Unverhältnismäßigkeit kommt es in den letzten beiden Spielrunden stets zu haufenweise Groß- und Kleinkämpfen, weil jeder Spieler bemüht ist, alles in die Arena zu werfen, um die begehrten 3er- und 4er-Kampfsiegpunkte einzuheimsen. Manche Spieler statten ihre Interceptoren gleich von Anfang an mit dicken Waffen aus und fliegen eifrig durchs All, um andere Spieler kleinzuhalten und die besten Chancen bei den Kampfsiegpunkten zu haben. Wem das Spaß macht…

    Das Problem vom „runaway leader, runawy loser“ ist bei Eclipse also in fast jedem Spiel gegeben. Ein Spiel, das aber regelmäßig manche Pechvögel oder schwächere Spieler stark benachteiligt, kann kein so großer Wurf sein, wie ihr das als Fazit mitteilt. Auffällig ist dabei auch, daß selbst Spieler, die im oberen Siegpunktdrittel lagen, oftmals wenig Spaß am Spielverlauf hatten, weil sie im Spiel nicht „für sich machen konnten“, sondern durch den Zufall, durch die Zwänge der Aktionskosten und durch die Handlungen der stärkeren Spieler zu einem bestimmten Spielstil gezwungen wurden. Was nützt es, wenn man sein System mit Orbitalen und Monolithen ausbauen will, aber weder die Technologien dafür findet, noch genügend Rohstoff zum Bau hat, noch mit aggressiven Nachbarn ständig Probleme hat?

    Die Spielzeit geht auch nur herunter, weil erfahrene Spieler die immer gleichen Strategien verfolgen und nicht mehr viel Grübeln müssen.

    Ich wundere mich, daß euch davon nichts in den angeblich acht oder mehr Spielsitzungen aufgefallen ist.

    Wie schon gesagt: Ich persönlich bin der Meinung, daß viele eurer Rezis nicht kritisch genug sind und weniger Rezis von Spielen, die dafür länger und intensiver und mit jeder Spieleranzahl getestet würden, der Urteilsqualität gut täten. (Ein anderes Beispiel für zuviel Euphorie sehe ich u.a. bei Runewars.) Das ist sehr schade, denn ihr gebt euch nachweislich viel Mühe und habt euch um das Brettspielhobby verdient gemacht.

  12. Thomas Lensch

    Kann den Eindruck zu Eclipse nur bestätigen – nahe am „perfekten Spiel“ – möchte nur noch einen hier noch nicht vorhandenen Hinweis posten:
    Auf der Seite für das Spiel in boardgamegeek gibt es viele „Goodies“ (u.a. den Weihnachtsmann als Rasse!) – Ein hilfreiches File ist eine verkleinerte, aber in ihrer Funktion völlig ausreichende Technologie-Auslage, die den Platzbedarf ein wenig mindert.
    Grüße
    Thomas

  13. Günter

    Hallo,

    prima Rezi. Du hast ruhig und sehr verständlich die Regeln von Eclipse erklärt. Ich warte schon seit längerem auf Eclipse. Vorbestellt habe ich schon vor einiger Zeit.

    Mach weiter so bei den Lamas:)

    Daumen hoch

    Günter

  14. Zottelmonster

    Schöne Rezension. Viel Mühe gegeben mit den Kameraeinstellungen und Zeitraffern.

    Weiter so.

  15. Braz

    Wenn ich mal antworten darf: Generell hat das Spiel schon ein starkes Weltraumthema -> es geht immerhin um Raumschiffe ausbauen und den Weltraum entdecken.
    Aber des Spiel besticht nicht nur durch seinen „dichten Sci-Fi-Hintergrund“, sondern was mir auch an dem Spiel gefällt ist der ökonomische Hintergrund -> je mehr Weltraum ich in Besitz nehme, umso größer werden die Fixkosten in Form von Geld am Ende einer Runde (der finanzielle Verwaltungsaufwand steigt). Man muss daher schon gut im Auge behalten, welche Planeten (Es gibt 3 Arten:Geld, Forschung, Ressourcen) man besiedeln möchte,denn am Ende der Runde produzieren die Planeten gemäß ihrer Ausrichtung entweder Geld oder Forschungspunke oder Ressourcen.

    Investiere ich also nur in Planeten, die mir direkt Geld bringen, dann vernachlässige ich die anderen beiden Elemente (=Ressourcen & Froschung). Vernachlässige ich aber das Geld, so stehen mir aufgrund der Geldknappheit weniger Aktionspunkte in der Folgerunde zur Verfügung.
    Kurzum: Das Spiel besticht nicht nur durch sein Material und seiner hervorragenden Umsetzung, sondern die Mechanismen sind auch sehr interessant umgesetzt.

  16. Kyula

    du musst halt wissen ob du ein spiel magst in dem es zu direkten kämpfen kommt, die ein bisschen mit taktik beim der raumschiffkonstruktion und zu großen teilen mit würfelwürfen entschieden werden.
    ansonsten spielen sich große teile des spiels eher wie ein klassisches eurogame.

    das ist ja auch irgendwie das schöne an Eclipse, es versucht das beste aus beiden welten in sich zu vereinen, daher würde ich nicht sagen das es nur was sci-fi-fans ist, aber an dem thema an sich kommt man natürlich nicht vorbei ^^

  17. Sempify

    Hey, schönes Vid.
    Ist Eclipse auch etwas für Spieler, die nicht unbedingt Welaum-antasy Fans sind? Besticht es z.B. durch seine Spielmechanismen oder würdet ihr es nur Leuten empfehlen, die sich damit identifizieren würden?

  18. Braz

    Klasse Rezi! Gratulation und natürlich auch besten Dank. Stimme dir in allen Punkten vorbehaltlos zu. Einzig und allein vermisse ich an dem Spiel einen Handelsaspekt…ähnlich dem Phantom League……aber sei`s drum: Eclipse ist wirklich super!

  19. Kyula

    nein allgemein videorezensionen ^^

  20. Ben2

    sprichst du von meinen? 😮

  21. Kyula

    Hey, vielen Dank für all die Kommentare

    ich finde nach wie vor das Eclipse wenig interaktion bietet. zumindest verglichen mit anderen spielen dieser art.
    ja, man kann gegeneinander kämpfen und das wars. ansonsten gibt es keine direkte interaktion. zwar ist diese relativ spielentscheidend aber halt auch das einzige.
    es gibt keinen handel der spieler untereinander
    es gibt keine ausgeprägte diplomatie (die implementierte ist ja sehr rudimentär)
    es gibt z.b. nicht so etwas wie einen galaktischen senat wo man über regeländerungen oder ereignisse abstimmen kann
    es gibt keine aktionskarten mit denen ich meine mitspieler beinflussen kann.
    wie schon gesagt sind dies dinge die dem spiel an sich nicht wirklich fehlen. es läuft auhc so rund und ist absolut toll, aber das sind elemente die das spiel deutlich interaktiver machen könnten als es ist.
    abhängig von der gruppe mit der man spielt kann die nur aufs kämpfen beschränkte interaktion nämlich bedeuten das man wirklich sehr wenig davon hat, weil eben nicht bzw. nur sehr wenig gekämpft wird.
    aber wie bereits gesagt, ich liebe spiele mit ausgeprägter interaktion und je tiefer die spiele sind desto mehr möglichkeiten wünsche ich mir. in eclipse finde ich das maß das vorhanden ist aber absolut ideal, da es dass spiel ansonsten arg in die länge ziehen könnte, weil mehr interaktion automatisch auch längere nachdenkzeiten bedeutet. so wie es hier umgesetzt ist sind die züge und aktionen oftmals klar, daher spielt es sich auch so flüssig, aber wenn man denkt das der gegner aktiv gegen einen vorgehen könnte ist man gezwungen auf ihn zu reagieren bzw. ihn daran zu hindern noch mehr siegpunkte zu sammeln.


    also entweder habe ich sehr komische kopfhörer oder ich bin der einzige der den ton nicht problematisch findet. so im vergleich zu den anderen rezensionen wo der ton von der cam aufgenommen wurde finde ich den eigentlich deutlich besser ^^

    ich hab n ganz normales usb headset. hab mir nach dem ersten feedback von ben auch noch ein anderes zugelegt, mit dem klang der ton dann wirklich wie von ner telefonleitung aus usbekistan. das ist wahrscheinlich einfach der natürliche klang meiner stimme der etwas scheppernd klingt :o)

  22. Günter Peter

    Ganz einfach:
    gekauft – (oft) gespielt – begeistert

    Grüße aus der Ecliptic
    Günter

  23. Ben2

    @Michel. Das ist natürlich richtig. Aber ich meine das schon mit „wegnehmen“ – gibt es keine weitere Plasmakanone mehr, war es schon elementar die eine die auslag den anderen wegzunehmen.

  24. Edvard

    Naaa super und ich hab mir gestern Twilight Imperium zugelegt… 😀

    Naja, ein Fehleinkauf war das sicher auch nicht.^^

    Tolle Rezi übrigens, wenn auch ein wenig ungewohnt, da man nichts von dir gesehen hat (mit Ausnahme des Arms)…

  25. Michel

    Technologien kann man nicht wegnehmen. Man kann Sie nur evtl. vor dem Gegner erforschen und ihm damit den Zugriff darauf evtl., wenn sie nicht mehr gezogen wird, unmöglich machen aber direkt wegnehmen geht nicht.

    Diplomatie gibt es laut Regelwerk erst aber >4 Spieler, was auch Sinn macht.

    Unserer Erfahrung nach dauern die Runden mit zunehmender Spielentwicklung, da mehr Ressourcen vorhanden sind, länger. Am spannendsten sind natürlich die letzten beiden Runden da jeder versucht noch möglichst viele VPs zu bekommen oder diese dem Gegner abzujagen, daher gibt es, zumindest bei uns, oft in der letzten Runde die große Endschlacht.

  26. Ben2

    Richtig. Wie er auch schon sagt, man nimmt auch Technologien weg und kann bindende Friedensverträge schließen – aber es gibt keine Wahlen, Eventkarten oder ähnliches.

    Die Interaktion „per se“ -ist aber natürlich in solch einem Spiel sehr hoch. Schließlich kämpft man direkt miteinander, macht Systeme streitig und kann einen Spieler direkt am Sieg hindern.

    Jedes Spiel, das einem direkten Zugriff auf die Siegpunktmaschinerie des Gegners gibt hat per definitionem hohe Interaktion.

  27. Brettspieler Tom

    Dann hatte ich das falsch verstanden, da er bei 14:35 erzählt, dass Interaktion relativ gering ist. Also im Endeffekt sind es „nur“ die Kämpfe (was ich aber bei einem Weltraumspiel als eine der Hauptkomponenten empfinde).

  28. Ben2

    Mir kam es nicht so vor als ob er den Eindruck vermittele es gäbe wenig Interaktion. Es gibt in diesem Spiel sehr viel Interaktion.-

  29. Brettspieler Tom

    Warum wird im Video der Eindruck vermittelt, dass eher wenig Interaktion vorhanden ist, aber fünf Punkte „Interaktion“ vergeben.
    Wenn ich durch Kämpfe Siegpunkte bekommen kann, wird doch oft gekämpft, da es gerade mit 4-6 Spielern schnell voll in der Galaxy wird, oder?
    Hab es noch nie gespielt, bin aber etwas irritiert.

  30. Michel

    Klasse Rezension.
    Mir geht es wie Oliver, ich hab das Spiel innerhalb der ersten zwei Wochen gleich 4x gespielt und freu mich jedes mal wenn es auf den Tisch kommt. Der große Platzbedarf ist auch mir aufgefallen und der wirklich einzige Mangel am Spiel.

    Ach ja, wir haben für die Artefakte die man finden kann ’ne schnelle Lösung gefunden. Wir legen einfach Platzhalter hin und ziehen dann bei Inbesitznahme das entsprechende Token aus einen extra Sack. Für die Schiffserweiterungen muss bei uns eine alte Ferrero Roche Schachtel herhalten.

  31. Knilchi

    Klingt interessant, aber da muss ich wohl vorher zu nem Schreiner bei meinem kleinen Tisch.

    Ansonsten bleibt zu sagen, dass die Rezi ganz ok war. Ton war nicht optimal und ich seh ganz gerne ein Gesicht. Trotzdem schöner Überblick.

  32. Oliver

    Gratulation, super Einstandsrezi!
    Eclipse besitze ich jetzt knapp 3 Wochen und habe es in dieser Zeit bereits 4x gespielt.
    Ich bin total begeistert!

    Viele Grüße,

    OLiver

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